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Ethik, Bias und Verwantwortung im Bezug zu KI
1. Ethik
Seit dem Aufstieg von KI hat sich Vieles verändert. Viele Arbeiten, die vorher Stunden gedauert hätten, können nun innert Sekunden vervollständigt werden. Auch die Zugänglichkeit hat sich verbessert, denn nun können auch Menschen, die vorher nicht singen oder zeichnen konnten, ihre eigenen Lieder und Bilder erstellen. Ein Film oder eine Serie, die aufgehört hat, können nun von den Fans selbst mithilfe von Videomodellen fortgeführt werden. Interaktive Games können immersiver als je zuvor sein, Daten werden schneller analysiert, medizinische Probleme können früher diagnostiziert werden, Übersetzungen werden genauer.
Doch KI bringt nicht nur Positives mit sich. Viele dieser Funktionen sind nur möglich, in dem viele Leute ausgebeutet und Urheberrechte verletzt werden. Diese Aspekte werden oft vergessen oder ignoriert, weil KI sehr praktisch und nützlich ist. Dennoch muss man sich bewusst sein, was die Nutzung von KI mit sich bringt.
1.1 Folgen und Erhaltung von KI
1.1.1 Folgen für die Umwelt
Damit KI reibungslos funktionieren kann, müssen verschiedenste Dinge getan werden. Nicht nur benötigt KI eine stetige Stromzufuhr, sie benötigt auch Wasserzufuhr, damit die Prozessoren abgekühlt werden können. Diese beiden Aspekte sind nicht nur problematisch für die Menschen, die in der Nähe der Data Centers leben, sondern auch für den Planeten im allgemeinen und somit für die Menschheit insgesammt.
Die meisten Data Centers global gesehen befinden sich in den USA, wobei viele dieser Data Centers sich in Staaten wie Virginia befinden. Jährlich benutzen auf KI abgestimmte Data Centers zwischen 56 und 73 TWh. Dieser hohe Stromverbrauch kann sehr belastend sein für die Bewohner um diese Data Centers herum, da diese durch diesen Stromverbrauch höhere Stromkosten erleiden und erhöte Lebenskosten haben. Auch der Wasserkonsum ist verheerend. Eine Studie besagt, dass der globale Wasserkonsum von Data Centers um die 6.4 Billionen Liter beträgt. Auch dies führt dazu, dass Lebenskosten erhöht werden. Zudem führen die Data Centers auch dazu, dass das Grundwasser an Qualität verloren hat. Sedimente und Verfärbungen sind im Wasser zu erkennen, was nicht nur den sicheren Konsum von Wasser infrage stellt, sondern auch zu Leitungsproblemen führen kann und die generelle Lebensqualität von vielen Menschen negativ beeinflusst.
Doch die lokalen Probleme des Stromverbrauchs sind nicht die einzigen und bei weitem nicht die tragensten. Viele der Data Centers wurden in Staaten erbaut, die noch grösstenteils von Kohlekraftwerken abhängig sind. Dadurch ist der Stromverbrauch von KI nicht 'sauber' und trägt jährlich signifikant zum Klimawandel bei. Genaue Daten zur exakten Menge sind nicht bekannt, da KI-Firmen dies generell nicht veröffentlichen.

Wasser aus einem Bach in der Nähe eines Data Centers.
1.1.2 Data Workers
Ein weiterer Aspekt der nötig ist, damit KI funktioniert, sind Menschen, die Trainingsdaten labeln, sortieren und markieren. Die Arbeitsumstände dabei sind häufig nicht menschlich. Die Arbeit von Data Workers wird nicht in Amerika getan sondern wird outsourct in 3. Welt Länder wie z.B Kenia. Dort arbeiten die Leute entweder für weniger als 2 USD in der Stunde, oder werden pro Aufgabe bezahlt, die sie beenden. Diese Löhne sind extrem klein und können so niedrig wie 0.0004 USD sein. Diese Data Workers werden jedoch nie von den KI-Firmen direkt angestellt. Stattdessen werden die Jobaustellungen und Bewerbungen von einem Vermittler getätigt. Viele Arbeiter, die bei einem dieser Vermittler, Scale AI und deren Webseite Remotasks, arbeiten, haben gesagt, dass sie häufig gar nicht erst bezahlt wurden, sondern dass ihr Account ein Tag vor dem Tag, an dem sie Lohn bekommen würden, blockiert wurde, da sie anscheinend gegen die Richtlinien verstossen haben.
Ausserdem müssen diese Data Workers dazu sorgen, dass die KI weiss, was angemessen und nicht angemessen ist und müssen deshalb stundenlang und tagelang extrem explizites Material ansehen, labeln und sortieren. Arbeiterinnen berichten, dass 70% von Videos, die sie bearbeiten müssen extreme Gewalt oder physikalische und sexuelle Mishandlung gegenüber Kindern und Tieren enthalten.
“One video left an impact like no other. […] „It was about a mother who had killed her baby. […] There was a naked woman who was the mother. She had a child, and the mother was chopping the child into pieces“” 1)
Viele der Arbeiter entwickelten dadurch Depressionen, Angststörungen oder PTSS. Die Firmen behaupten, dass sie den Arbeiterinnen psychologische Begleitung bieten. Diese ist jedoch stark begrenzt, bei manchen Firmen sind die Data Workers nur erlaubt 30 Minuten pro Monat psychologische Hilfe zu beanspruchen und viele sagen, dass das Personal häufig nicht qualifiziert ist, um ihnen zuverlässig zu helfen. Die Arbeitsbedingungen sind auch sehr instabil und Firmen können ohne Vorwarnung Arbeiterinnen feuern. Zudem wurden viele dieser Stellen als „Call Center Agents“ oder Übersetzer ausgeschrieben, die aber dann in Wirklichkeit das Beschriften und Sortieren von explizitem Material waren.
