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Analog und digital
Auftrag 9 Teil 1
Ziel der Aufgabe ist es, die Position eines Punktes auf einem A4 Blatt in Zahlen zu beschreiben (zu digitalisieren).
- Nehmen Sie ein leeres A4-BLatt im Querformat.
- Zeichnen Sie irgendwo einen gut sichtbaren Punkt auf das Blatt. Es hilft sehr, wenn der Punkt in der Höhe etwa auf der Mitte der Seite ist und in der Breite möglichst nicht in der Mitte, sondern in einer zufälligen Breitenposition. Die Position Ihres Punktes ist analog.
- Falten Sie Ihr Blatt in der Breite genau in der Mitte. Falls sich der Punkt links vom Falt befindet, notieren Sie sich eine 0 und falls sich der Punkt rechts vom Falt befindet, notieren Sie eine 1.
- Wiederholen Sie diesen Schritt so lange, bis sich der Punkt etwa auf dem Falt befindet. Die notierte Reihe aus Nullern und Einsern ist eine mehrstellige, binäre Zahl, die die Position beschreibt. Die Faltungen sind jeweils parallel zueinander!
Auftrag 9 Teil 2
Ziel der Aufgabe ist es, einen Punkt (eine Position eines Punktes) auf einem A4 Blatt anhand der digitalen „Spur“ zu rekonstruieren.
- Geben Sie Ihre notierte binäre Zahl Ihrem Pultnachbarn, aber behalten Sie das Faltblatt bei sich. Sie erhalten im Gegenzug die digitialisierte Punktposition ihres Pultnachbarn.
- Nehmen Sie ein neues leeres Blatt und bestimmen Sie anhand des erhaltenen Codes die Punktposition ihres Lernpartners auf einem neuen Blatt. Erinnerung «0» bedeutet links und «1» bedeutet rechts. Markieren Sie die vermutete Punktposition. Vergleichen Sie mit dem Original ihres Pultnachbarn.
Beobachtungsfragen:
Nach dem obigen ersten Falten geht es darum, die folgenden Fragen zu diskutieren:
- Gibt es Punktpsitionen, die nicht in Zahlen darstellbar sind?
- Gibt es eine maximale Länge einer Punktpositionszahl? Begründen Sie! Wie verändert sich diese Antwort unter der Annahme, dass es keine Grenzen beim Falten gibt (unendlich oft gefaltet werden kann)
- Aussage „Diese Faltaufgabe ist eine wunderbare Verbildlichung der Chancen und Grenzen der Digitalisierung.“ Was denken Sie?
Auftrag 10 Ziel der Aufgabe ist es, das Verfahren um einen Punkt (eine Position eines Punktes) auf einem A4 Blatt digitalisieren zu verbessern und vervollständigen. Analysieren Sie die Aufgaben und ihre Ergebnisse, indem Sie die folgenden Fragen bearbeiten:
- Wie kann das Verfahren optimiert werden?
- Optimieren und erweitern Sie zu zweit dieses Verfahren so, dass es zusätzlich zur horizontalen ebenfalls die vertikale Position eines Punktes auf einem Blatt Papier digitalisiert.
- Welche Schwierigkeiten oder mögliche Schwächen des Verfahrens können Sie feststellen?
- Testen Sie das optimierte Verfahren an mindestens zwei Beispielen.
Aufgabe übernommen von G. Schaller (MERCI)
Bedeutung und Beispiele von "analog" und "digital"
Digital ist eigentlich dem Begriff nummerisch (in Zahlen) gleichzusetzen. Es ist möglich am Computer verschiedenste Medien, wie Bilder, Lieder, Videos digital abzuspeichern. Dazu müssen diese Informationen (die Medien) in etwas binäres übersetzt werden. Da ein Computer immer binär arbeitet, also mit Nullen und Einsen, können beispielsweise Bilder oder Lieder nur abgespeichert und von einem Computer bearbeitet werden, wenn diese in eine Sequenz von Nullen und Einsen übersetzt worden ist.
Analog bedeutet entsprechend, gleichartig, sinngemäss oder übertrag. Somit bilden Analoge Medien das „Echte“ ohne Verluste und gleichbleibend ab. Die Informationen müssen somit nicht wie im Digitalen übersetzt werden. Meist bedeutet dies auch, dass die Information viel Speicherplatz braucht. In dieser analogen Welt gehen keine (oder fast keine) Informationen verloren.
Durch die Digitalisierung wird zwar Platz gewonnen, jedoch gibt es auch einen negativen Aspekt.
Das grosse Problem ist, dass es mit Nullen und Einsen nur möglich ist, eine endliche Anzahl von Informationen abzuspeichern (vergleich Punktposition auf dem Blatt).
Dadurch geht sehr viel an Informationen der analogen Welt bei der Übersetzung ins digitale verloren. Beim Digitalisieren eines analogen Signals (wie zum Beispiel ein Foto oder Musik aus der realen Welt) gehen hier also immer Informationen verloren.
Die analoge Welt hingegen besteht aus unendlich vielen Informationen.
Nun wird es Zeit, einige Beispiele aus dem Alltag zu nennen, welche Unterschiede zwischen den beiden Begriffen aufzeigen.
- Uhren können digital oder analog sein. Bei einer digitalen Uhr «hüpft» die Zeit, bei einer Analogen (am besten noch mit mechanischem Uhrwerk) «fliesst» die Zeit. Diese fliessende Zeit kann teilweise an vielen Bahnhofuhren beobachtet werden (Sekundenzeiger).
- Ein Freund sendet die Lösungen einer Hausaufgabe via Smartphone. Jedoch ist das Foto zu klein, um seine sehr kleine Handschrift komplett lesen zu können, auch beim Heranzoomen ist es fast nicht möglich, alles zu lesen. Das originale Dokument mit der Lösung wäre mit näherer Betrachtung lesbar gewesen. Durch die Digitalisierung gingen zu viele wichtige Infos verloren.
Auftrag 11
In Gruppenarbeit steht ihnen jeweils eine kleine Kiste mit Material zur Verfügung. Bearbeiten Sie den folgenden Arbeitsauftrag. Ordnen Sie den Gegenständen jeweils das Prädikat „analog“ oder „digital“ zu. Notieren Sie zu jedem Gegenstand eine Begründung auf dem vorgesehenen OneNote.
Analog und digital, zwei zentrale Begriffe in der Informatik, was bedeuten diese für das Speichern von Bildern, Musik oder ganz allgemein die Speicherung? Was ist der Unterschied und worum geht es hier in den Grundzügen?
Im Wesentlichen geht es darum, wie Informationen repräsentiert, also dargestellt – und gespeichert- werden. Der Computer arbeitet digital. Das bedeutet, dass er alle Informationen numerisch, also mit Hilfe von Zahlen (Nullen und Einsen) darstellt, «versteht», speichert und diese Daten dann auch wiedergegeben werden können.
Neues Wissen - Fragen zu Lernzielen
- Digital und Analog an Beispielen: Kann ich den Unterschied zwischen analogen und digitalen Informationen erklären und anhand eines jeweiligen Beispieles ausführlich erläutern?
- Punkte digitalisieren: Kann ich ein Verfahren vorschlagen und erklären, um einen „analogen“ Punkt zu digitalisieren, kenne ich den Nutzen und die Grenzen dieses Verfahrens?


Musik oder Klänge in digitaler Form können auf verschiedenen Speichermedien gespeichert werden (CD, USB-Stick, Cloud, SD-Karte, Auf dem Gerät - Computer, Tabelt oder Telefon.